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Strand Tipp: Der Strand Punta Prima im Süd-Osten von Menorca ist sehr Familienfreundlich. Von Mao aus, ist Punta Prima ca. 11 km entfernt. Die Fahrtzeit beträgt etwa 20 Minuten.







Sehenswürdigkeiten auf Menorca

Prähistorische Monumente

Im Grunde ist die ganze Balearen-Insel Menorca ein einziges Freilichtmuseum. Hier entstanden Zivilisationen oder die frühen Siedler hatten mitgebrachte Traditionen fortgesetzt. So ganz klar ist das nicht, sicher ist nur, dass sich im ganzen Mittelmeerraum vor etwa 3500 Jahren die Talayot-Kultur auszubreiten begann. „Talayot“ ist katalanisch und bedeutet „Wachturm“. Das beschreibt die solide Bauweise der Monumente, die aus riesigen Monolithen zusammengesetzt sind. Insgesamt 10 dieser Siedlungen aus dem „Talayotikum“ können Besucher bestaunen, die auf Menorca Urlaub machen. 8 km südlich von Ciutadella trifft der Neugierige auf die Zyklopenmauer von „Son Catlar“. Allein die Schwerkraft hielt den Steinwall zusammen, sodass er fast unbeschädigt die Jahrtausende überstand. Die Schutzmauer umgab einst ein Dorf und schloss auch einen Steinkreis und eine „Taula“ ein. Das ist ein riesiger „Steintisch“, wie er für alle talayotischen Siedlungen typisch ist. Keine 1000 m vom Son Catlar entfernt befand sich gleich das Nachbardorf der frühen Siedler: Das „Torretrencada“ ist zusätzlich mit Höhlen ausgestattet, die Steinmetze in die Erde geschlagen haben. Die Grundstruktur aus Steinkreis und Taula ist auch am „Talatí de Dalt“ klar erkennbar. Diese Talayot-Siedlung entstand wenige Kilometer hinter dem heutigen Maó.

Kirchen

Schon früh setzte sich auf den heute katholisch geprägten Balearen das Christentum durch. Der oströmische Kaiser Justinian griff nach dem westlichen Mittelmeerraum und ließ auch auf Menorca prachtvolle Basiliken errichten. In Camí de Torello bei Maó sind die Relikte der byzantinischen „Basílika de Fornas de Torrelló“ erhalten. Besonders imponierend ist hier das kunstvolle Mosaik des Kirchenbodens. Fast 100 Jahre älter noch sind die Grundmauern und Säulenstümpfe der „Basílika de Son Bou“ am Strand von Alaior. Ein gotisches Monument ist die Kathedrale von Menorca in Ciutadella. Nach der Rückeroberung der Balearen veranlasste Alfonso III den Bau mit der polygonalen Apsis auf den Grundmauern einer beseitigten Moschee. Eine Seitenkapelle der Kathedrale ist ein bedeutendes Beispiel für barocke Anteile der menorquinischen Architektur. Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Kapelle „Mare de Deu del Toro“ auf dem Monte Toro bei Es Mercadal. Die Innenausstattung ist kontrastreich, denn aus dem schlichten Weiß leuchtet ein vergoldeter Hochaltar hervor. Die Kirche „Santa María“ in Maó errichteten die Briten im 18. Jahrhundert. Ehrfurchtsgebietend prangt die Orgel aus dem 19. Jahrhundert über den Gläubigen. Freunde der Kirchenmusik, die nach Menorca Reisen unternehmen, machen es auch wegen dieses historischen Instrumentes. Natürlich möchten sie das Instrument dann auch während eines Konzertes hören.

Festungen

1726 vollendeten die Briten am Südufer der Hafeneinfahrt vor Maó „Fort Marlborough“. Für den Besucher heute sind nicht nur die unterirdischen Gänge anheimelnd, auch der Panorama-Blick über den Hafen Maós ist überwältigend. Im 19. Jahrhundert war die britisch-französische Rangelei um den mediterranen Raum noch in vollem Gange. Die Spanier mussten sich vor beiden Mächten immer noch in Acht nehmen. Die strategisch wichtigen Balearen bedurften daher besonderer Sicherungsmaßnahmen. Am Naturhafen von Maó auf Menorca bauten die spanischen Architekten eine Verteidigungsanlage, die niemals beschossen wurde. „La Mola“ heißt die Festung auf der Landzunge des Naturhafens. 5 Fronten gegen Land und 5 gegen die See machten einen Angriff aussichtslos und so ist die Anlage ohne nennenswerte Schäden bis heute erhalten. Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Burg am Westende von Menorca. Dort vor Ciutadella wachte das achteckige „Castell de Sant Nicolau“ über alle Angreifer, die über das Meer zu kommen drohten. Ein Beobachtungsturm für den Wachposten sorgte für die nötige Weitsicht, während ein Wassergraben die Einnahme der Festung unmöglich machen sollte. An der Nordküste vor einer kleinen Bucht steht der „Turm von Fornells“. Den runden Artillerie-Stützpunkt richteten die Briten Anfang des 19. Jahrhunderts ein, denn sie wollten nicht noch einmal hergeben, was sie erobert hatten.

Museen

In der Hauptstadt von Menorca bieten gleich 2 Museen die Möglichkeit, mehr über die Balearen-Insel zu erfahren. Das Menorca-Museum ist in den Räumen eines ehemaligen Franziskaner-Klosters untergebracht. Neben der langen und reichen Geschichte der Insel widmet sich die Ausstellung auch dem traditionellen Kunsthandwerk auf Menorca und der menorquinischen Malerei des 18. Und 19. Jahrhunderts. Das „Museum Hernández Sanz“ im „Claustre del Carme“ beherbergt eine Sammlung mit Gebrauchskunst des 18. bis 20. Jahrhunderts. Nachempfundene Interieurs verdeutlichen dem Betrachter die Wohnwelt der Menorquiner im Wechsel der jüngsten Epochen. In Ciutadella ist das Gemeindemuseum auch gleichzeitig das konservatorische Institut der Stadt. Alle Fundstücke, die Archäologen auf dem Gemeindegebiet zu Tage fördern, nimmt das Museum an. Entsprechend umfangreich sind die Fundstücke aus der Frühgeschichte bis zur maurischen Epoche. Wechselnde Themen-Ausstellungen zeigen immer wieder Exponate, die vorher noch kein Besucher gesehen hat. Als Bischofsitz hat Ciutadella natürlich auch ein Diözesan-Museum vorzuweisen. Doch weit gefehlt, wer nur an klerikale Artefakte denkt, auch profane Kunst bis hin zu abstrakten Werken überrascht den Betrachter. Im Museum „Pintor („Maler“) Torrent“ ist dem menorquinischen Künstler eine Ausstellung gewidmet. In Es Castell lässt den Urlauber ein Militärmuseum ahnen, wie in früheren Zeiten mit Vorderladern und Säbeln Krieg geführt wurde. Mercadal ist der Standort des Umweltmuseums „Cap de Cavallería“, das die Naturgeschichte, Flora und Fauna auf Menorca dokumentiert.